Literatur Podium Bergedorf

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Elisabeth Türk

"Die Gerichtsmedizinerin - Wie die Wissenschaft Verbrecher überführt."

Wie es in der Realität der Profiler aussieht, konnte man zum Auftakt der Lesereihe 2012 erfahren.
Die diesjährige Lesereihe startet nun mit den Tatsachenberichten einer Gerichtsmedizinerin.

Dr. Elisabeth Türk, in Hamburg geboren, hat von 1994 bis 2001 Medizin studiert und 2002 promoviert. Sie war von 2001 bis 2007 Ärztin am Institut für Rechtsmedizin der Universität Hamburg.

Bis 2009 war sie am Forensischen Institut der Universität von Leicester in GB tätig, danach bis 2011 Stellvertretende Leiterin des Instituts für Rechtsmedizin der Universität des Saarlandes.

Sie ist rechtsmedizinische Gutachterin bei vielen deutschen und englischen Gerichten sowie dem Tribunal d'Arrondissement in Luxembourg und erstellte Gutachten in zahlreichen Mordfällen und spektakulären Kindesmisshandlungsfällen, war Mitglied der Identifizierungskommission des BKA nach dem verheerenden Tsunami in Thailand und stellt ihr Fachwissen einer Organisation zur Verfügung, die sich international gegen Folter engagiert.



Was kann Rechtsmedizin und was bedeutet das Leben zwischen Tatort, Obduktion und Gerichtssaal ?

Unser Bild von der Rechtsmedizin ist geprägt von Halbwahrheiten und falschen Vorstellungen. In Filmen und Büchern bekommen wir alles andere als einen realistischen Eindruck von diesem Thema.

Dabei ist die Arbeit der Forensiker oft viel spannender, als wir es aus Büchern und Filmen kennen. Elisabeth Türk gibt tiefe Einblicke in die Wirklichkeit ihres hochinteressanten und nur vermeintlich schrecklichen Berufes - illustriert an Fällen, die manchmal zu den alltäglichen gehören, manchmal zu den unglaublichen und faszinierenden.
In ihrem Buch nimmt die Autorin auch Bezug zu Gerichtsmedizinern im Fernsehen oder in Büchern und räumt mit vielen Klischees und Vorurteilen auf.
 
 


 
Benjamin Maack

"Monster"

Ein Chemielaborant, der in einem überalterten Dorf im Harz nach der Liebe sucht - und eine Eule findet.

Ein Manager, der als ein guter Erwachsener in Hotelzimmern liegt und von den Sünden seiner Jugend heimgesucht wird.

Ein Housesitter, der ein Sofa versaut, einen Baum tötet und eine Minderjährige verführt.

Sie alle heißen Benjamin. Sie alle irren umher.
Durch Wälder und Tierparks, über Familienfeiern und Vorortstraßen.

Nach seinem vielgelobten Prosadebüt
"Die Welt ist ein Parkplatz und endet vor Disneyland" zeigt Benjamin Maack nun in "Monster" erneut, mit welcher Konsequenz und Überzeugungskraft er erzählen kann.

Spannend, provokant - und manchmal ungeheuer witzig.



Benjamin Maack wurde 1978 in Winsen an der Luhe geboren und studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Volkskunde.

Als Redakteur hat Benjamin Maack für die Magazine Prinz, Blond und 23 gearbeitet. Gemeinsam mit Bernd Begemann veranstaltete er den Podcast Ohrensessel.

Seit Januar 2008 ist er Redakteur beim Online-Magazin "einestages", dem zeitgeschichtlichen Portal von Spiegel Online. Im Oktober 2012 wurde er von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung als einer der 20 wichtigsten jungen Autoren der Gegenwart genannt.

Er gewann 2012 den Literatur-Förderpreis der Hansestadt Hamburg sowie den Förderpreis zum Kranichsteiner Literaturpreis.
 
 


 
Cornelia Franz

"Ins Nordlicht blicken"

Kann man die eigene Vergangenheit leugnen oder gar löschen? Grönland im Jahr 2020:
Eine immer grüner werdende Insel, das ewige Eis dramatisch geschmolzen.

Der junge Bildhauer Jonathan Querido macht sich von Deutschland auf in seine alte Heimat - und muss sich dabei seinem eigenen dunklen Geheimnis stellen.

Das, was damals vor neun Jahren passiert ist und zum Bruch mit seinem alten Leben führte, lässt noch heute Panik in ihm aufkommen.

Was ist aus seinem Vater, seinen Freunden und seiner ersten Liebe Maalia geworden, nachdem ihn alle für vermisst und tot erklärt hatten?

Was ist damals wirklich geschehen, auf dem Kreuzfahrtschiff MS Alaska von Grönland nach Hamburg?



Für ihren 2012 erschienen Roman, der in Norddeutschland und in Grönland spielt, ließ sich die Hamburger Autorin Cornelia Franz auf extreme Bedingungen ein.

Auf ihrer Recherche-Reise durch Grönland erlebte sie fast vierzig Grad unter Null. Und so entführt uns die Biergarten-Lesung am 24. Juli in eine eisige, aber auch faszinierende arktische Welt - bei hoffentlich sommerlichen Temperaturen.

Cornelia Franz wurde 1956 in Hamburg geboren. Sie studierte Germanistik und Amerikanistik, machte eine Ausbildung zur Verlagsbuchhändlerin und arbeitete mehrere Jahre als Lektorin für Reiseführer und Kunstbücher. Seit 1993 schreibt sie Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
 
 


 
Stevan Paul

"Schlaraffenland"

Oberkellner Adam liebt seinen Beruf, nur die Gäste stören ihn immer ein bisschen.
Ein Restaurantkritiker folgt seinem Bauchgefühl und begeht einen kleinen Fehler von großer Wirkung.
Ein Foodblogger lässt mal fünfe gerade sein und kauft normales Hackfleisch.
Und Kantinenköchin Herta Klöpke will sich nicht wegrationalisieren lassen.
Eines Nachts kocht sie am alten Arbeitsplatz noch mal ganz groß auf ...

Mit hintergründigem Sprachwitz und klugem Humor erzählt Stevan Paul in 15 neuen Kochgeschichten pointiert von der Suche nach dem modernen Schlaraffenland.
Dieser ganz und gar nicht märchenhafte Sehnsuchtsort liegt gleich hinter den Umkleidekabinen eines alten Ostberliner Kaufhauses, findet sich in den verschneiten Wäldern Schwedens, am Strand von Sylt, in den Tiefen des Internets, der Küche eines längst geschlossenen Berghotels und auf dem Boden eines geleerten Suppentellers.
Und natürlich gibt es zu jeder Geschichte das passende Rezept.



Stevan Paul glänzt nach dem großen Erfolg seines Debüts "Monsieur, der Hummer und ich" erneut auf unverwechselbare Weise. Ein Buch über die tröstliche Wirkung von warmem Milchreis, die Kunst, ein Linsengericht zu kochen und die Unwägbarkeiten der Liebe.

Stevan Paul erlernte den Kochberuf bei Sternekoch Albert Bouley in Ravensburg. Von 1990 bis 1995 kochte er in verschiedenen von Gault Millau und Michelin gekrönten Küchen. Danach arbeitete er für den Verlag Gruner&Jahr in den Redaktionen verschiedener Food-Magazine.

Heute schreibt er als freier Autor kulinarische Texte, Kolumnen und Reisereportagen für Zeitschriften und Magazine, arbeitet als Foodstylist und als kulinarischer Berater für Agenturen und Verlage. Er betreibt eines der meistgelesenen Foodblogs im deutschsprachigen Raum.
 
 


 
Alexandra Fröhlich

"Meine russische Schwiegermutter &
andere Katastrophen"

Paula Matthes, die unerschrockene Rächerin der Enterbten, die siegreiche Kämpferin für Recht und Ordnung - so ungefähr stellt sich Paula ihre Zukunft vor, als sie ihre Rechtsanwaltskanzlei eröffnet.

Gute Idee, klappt aber nicht. Deshalb kann sie es sich auch nicht leisten, das exzentrische Paar, das eines Tages unangemeldet bei ihr auftaucht, abzuweisen.
Als die beiden dann noch ihren Sohn Artjom als Dolmetscher mitbringen, hat der Verstand, der warnende Worte spricht, endgültig nix mehr zu melden.Denn Artjom Polyakow hat alles,
was Paula bei deutschen Männern so sehr vermisst: altmodischen Charme, tiefe Gefühle, die zu zeigen er sich nicht schämt, gepaart mit Witz, Melancholie und Leidenschaft.
Diese explosive Mischung überwältigt das kühle Nordlicht Paula derart, dass sie den Immigranten aus Moskau in einer emotionalen Kurzschlusshandlung heiratet. Doch sie heiratet eben nicht nur Artjom - mit ihm fällt seine gesamte skurrile Sippe in Paulas Leben ein, allen voran: Schwiegermutter Darya, die stur ist wie ein russischer Panzer und verrückt wie ein tollwütiges Frettchen. Gäbe es nicht Artjom, Paula hätte längst die Flucht ergriffen.


"Meine russische Schwiegermutter und andere Katastrophen" ist eine großartige Comedy, durchaus auch romantisch, aber vor allem voller Situationskomik, Slapstick und unverbrauchter Gags.

Alexandra Fröhlich ist Journalistin und Autorin.
Sie arbeitet als freie Textchefin für verschiedene Frauenzeitschriften. Alexandra Fröhlich war, wie ihre Heldin Paula, mit einem Russen verheiratet und hat in Kiew ein Frauenmagazin entwickelt, sie bringt also ihre eigenen Erfahrungen mit der russischen Seele, den russischen Eigenarten und insbesondere russischen Schwiegermüttern in ihren Roman ein.

Die Autorin ist ihrem russischen Ex in ebenso inniger wie wechselnder Zu- und Abneigung verbunden und lebt mit ihren drei Söhnen in Hamburg.
 
 


 
Mirko Bonné

"Nie mehr Nacht"

Markus Lee reist in den Herbstferien in die Normandie, um für ein Hamburger Kunstmagazin Brücken zu zeichnen, die bei der Landung der Alliierten im Sommer 1944 eine entscheidende Rolle spielten.
Lee nimmt seinen fünfzehnjährigen Neffen Jesse mit, dessen bester Freund mit seiner Familie in Nordfrankreich ein verlassenes Strandhotel hütet. Überschattet wird die Reise von der Trauer um Jesses Mutter Ira, deren Suizid der Bruder und der Sohn jeder für sich verwinden müssen.
In der verwunschenen Atmosphäre des Hotels L'Angleterre entwickelt sich der geplante einwöchige Aufenthalt zu einer monatelangen Auszeit, die nicht nur für Markus Lee einen Wendepunkt im Leben markiert. NIE MEHR NACHT erzählt schonungslos und ergreifend von der Befreiung Frankreichs, bei der zahllose junge Männer umkamen, die kaum älter als Jesse waren.

Dem Zeichner aber ist es zunehmend unmöglich, die Verheerungen des Krieges künstlerisch darzustellen. Doch beinahe noch schwerer fällt es ihm, den Tod der geliebten Schwester zu vergessen.



Denn während ein dramatisches Kapitel europäischer Geschichte auf unheimliche Weise in ihm auflebt, stellt sich Markus Lee einem Trauma der eigenen Jugend und Abgründen seiner Familie.

Mirko Bonné, geboren 1965 in Tegernsee, lebt heute in Hamburg. Neben Übersetzungen von u. a. Sherwood Anderson, Robert Creeley, E. E. Cummings, Emily Dickinson, John Keats und William Butler Yeats veröffentlichte er bislang vier Romane und fünf Gedichtbände sowie Aufsätze und Reisejournale.

Für sein Werk wurde Mirko Bonné vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Ernst Willner-Preis (2002), dem Prix Relay du Roman d'Evasion (2008), dem Ernst Meister Förderpreis (2008) und dem Marie Luise Kaschnitz-Preis (2010).
 
 


 
Daniela Chmelik

"Walizka"

Liza ist die Protagonistin in Daniela Chmeliks Debütroman, der in einer mal derb prosaischen, mal entrückend poetischen Sprache von Liebe, Sex und Zerstörung handelt.

Walizka beginnt in Hamburg, führt drei, dann zwei junge Frauen über den Balkan nach Odessa; nach einem Eklat in Mostar fährt die Erzählerin Liza schließlich allein weiter, immer wieder ans Meer und zuletzt zurück zur dementen Großmutter, die stirbt.

Was als Großstadtroman beginnt, wird zu einem Roadtrip, rasant und selbstzerstörerisch.
Sterne, Scherben, Sterben/Schwanensee, Stille und Schnee sind die Kapitel betitelt. Nie pathetisch geht es zuletzt um den Tod. Und das Leben. "Lizka, pack dein Köfferchen!" hatte Oma immer gesagt, wenn wir ans Meer fahren wollten, und Opa hatte gerufen: "Lizka, Walizka!" Weil Walizka auf Polnisch Koffer heißt.
Ich hatte meinen kleinen Koffer gepackt, und wir waren ans Meer gefahren.



Daniela Chmelik, geboren in Hamburg, hat Literaturwissenschaft und Geschichte studiert. Stationen: Sankt Petersburg, Ljubljana, Tiflis, Sarajevo, Belgrad, Moskau, Prag. Am liebsten immer das Meer in der Nähe. Oder wenigstens einen breiten Fluß.
Mag Strandgut, Möwengeschrei und Cechovs traurige Dramen und Prosa mit Damen und rosa Hündchen; mag die überaus erfolglose Senioren-Fußballmannschaft ihres Vaters und die Trotzdem-Kiste Bier nach dem Spiel, Blümchenblusen und Rollschuhfahren, mag die Trostlosigkeit herbstlich-nackter Kleingärten und Hamburger Wetter.
Pressestimmen: "Daniela Chmelik hat eine eigenwillige Sprache erfunden, schnell, knapp, knallhart wie ein Rap, schillernd und scharf wie ein Eiskristall." Sabine Vogel, Berliner Zeitung
"Chmelik baut eine Spanung auf, die das scheinbar Lose zusammenhält, ohne es zu fixieren, eindeutig zu machen." Carola Ebeling, Literaturzentrum Hamburg
 
 


 
Michael Weins

"Lazyboy"

»Ich lebe ein gefährliches Leben. Jetzt bin ich hier. Im nächsten Moment kann ich ganz woanders sein. Ein Schritt nur. Das hat mit den Türen zu tun.« Der Berufsjugendliche Heiner Boie trickst sich eigentlich aus jeder unliebsamen Situation heraus - nicht umsonst nennt er sich selbst Lazyboy. Seit einiger Zeit aber sieht er sich mit einem sonderbaren Phänomen konfrontiert: Manche Tür, durch die er tritt, führt nicht mehr wie gewohnt zuverlässig in den angrenzenden Raum, sondern befördert ihn ganz woanders hin, mal an ihm wohl bekannte Orte, manchmal an Plätze, die er nie zuvor gesehen hat. Leider kann er das Ganze nicht kontrollieren und zweifelt stark an seiner geistigen Gesundheit. Seiner langjährigen Freundin Monika gegenüber verschweigt er zunächst die Komplikationen seines Lebens als verhinderter Superheld. Bis er bei einem Türensprung die 13jährige Daphne kennen lernt, die das alles gar nicht beeindruckt: Sie hat in ihrem Keller selbst so eine Tür, die nicht das macht, was sie soll. Lazyboy geht hindurch - aber diesmal kommt er an einen Ort, wo er noch nie war. Und dort geht die Geschichte erst los.



Michael Weins erzählt in Lazyboy mit melancholischem Witz die Geschichte von einem, der erst spät bei sich ankommt - und der dazu eines Wunders bedarf, an das er selbst nicht glauben kann.
Nach seinem Überraschungserfolg Delfinarium nun der nächste große Roman von Michael Weins. Michael Weins, geboren 1971, lebt als Autor und Psychologe in Hamburg. Er absolvierte ein Psychologiestudium (Abschluss Diplompsychologe) an der Universität Hamburg. Aktuell macht er eine Fortbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten mit dem Schwerpunkt Kognitive Verhaltenstherapie.
Er ist Mitbegründer von Macht e.V. und Schischischo sowie Preisträger des Allegra-Literaturwettbewerbs 1998 und der Hot-List der Independent-Verlage 2009. Bereits zwei Mal erhielt er den Förderpreis für Literatur der Freien und Hansestadt Hamburg (2000 & 2005).
 
 


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