Literatur Podium Bergedorf

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Stefan Schwarz

"Die Grossrussin" Ausgerechnet an seinem Geburtstag bekommt Dr. Ullrich Hassel-mann Post vom Jugendamt. Das Wohl seines Kindes sei gefährdet! Seltsam: Seine beiden Töchter, allerliebste Zwillinge, sitzen gesund und munter vor ihm. Nur sehr langsam dämmert dem braven Uni-Dozenten, dass dieses Schreiben mit einer gewissen Jelena Jefimkina zu tun haben könnte, mit der er vor achtzehn Jahren gegen reichlich Geld eine Scheinehe einging. Auf der Suche nach seinem unbekannten Sohn arbeitet sich der hypochondrische Altphilologe in die Abgründe seiner völlig zu Recht verdrängten Vergangenheit vor, in der ein alkoholkranker Heiratsvermittler, eine zu allem entschlossene sibirische Volleyballerin und ein äußerst misstrauischer Ausländerbeamter eine Rolle spielen - sowie die Frage: «Kann es Liebe geben zwischen einem sehr kleinen Deutschen und einer sehr großen Russin?»



Durch sein etwas pedantisches Wesen bringt Dr. Hasselmann dabei innerhalb von wenigen Stunden zwei eigentlich rivalisierende osteuropäische Mafia-Banden komplett gegen sich auf. Ja, es gibt auch Tote. Und zwar hallo. Stefan Schwarz, Jahrgang 1965, ist mehrfach erprobter Ehemann, leidenschaftlicher Vater sowie Autor von Kolumnen, für das Fernsehen und die Bühne. 2010 erschien «Hüftkreisen mit Nancy», 2012 «Das wird ein bisschen wehtun». Seine Lesungen genießen Kultstatus.


 
 


 
Monique Schwitter

"Goldfischgedächtnis"

Unerhört spannende Geschichten über Begegnungen, dort, wo es ans Eingemachte geht. Scharfsinnig und mit großem Gespür für dramatisches Timing führt sie ihre Figuren in Konfrontationen und Konflikte, die sehr schnell eine existentielle Zuspitzung erhalten. Alles ist Handlung in diesen Geschichten, ihre Personen sind nach wenigen Zeilen plastisch und lebendig, ihre Sätze elementar und schnörkellos. Es geht ja auch um etwas: Fast alle Geschichten handeln von Begegnungen, und in fast allen Geschichten ist auch von Abwesenheit und Verlust, von Sterben und Tod die Rede. Pressestimmen: »Dieses außerordentliche Buch fährt den Leser gegen die Wand.« (H. Schödel, Süddeutsche Zeitung) »Ein wunderbares Bändchen, das ganz zu Recht für die Hotlist der Independents 2011 ausgewählt wurde und ein literarisches Kleinod, das man besitzen muss!.« (K. Manzke, Szene Hamburg)



»Monique Schwitter geht in ihren Geschichten an die Grenze von Tragik und Komik, Trostlosigkeit und Hoffnung, Liebe und Unberührtheit, Leben und Tod. Man merkt nach einer Seite, dass sie weiß, wovon sie spricht. Und das ist heute eine Ausnahme... ein wunderbares Buch« (M. Schreiner,Volltext) 2005 erschien ihr erstes Buch, der Erzählband "Wenn's schneit beim Krokodil", der 2006 mit dem Robert-Walser-Preis sowie dem Förderpreis der Schillerstiftung und einem halben Werkjahr der Stadt Zürich ausgezeichnet wurde. 2008 erschien der Roman "Ohren haben keine Lider", 2011 dann "Goldfischgedächtnis", ausgezeichnet mit dem Rotahorn-Literaturpreis und einem halben Werkjahr der Stadt Zürich. 2012 wurde sie in die Freie Akademie der Künste in Hamburg gewählt.

 
 


 
Tobias Sommer

"Edens Garten"

Sebastian Eden lebt mit Lena in einer spießigen Vorstadtsiedlung. Die Beziehung scheint perfekt, bis er hört, wie Lena im Schlaf einen Männernamen stöhnt. Er installiert heimlich eine Kamera im Schlafzimmer, um einen Beweis in Händen zu halten, wenn sie erneut im Schlaf ihren Geliebten verrät. Beim Sichten der Aufnahme macht er allerdings eine böse Entdeckung. Edens Garten ist die Geschichte eines Mannes, der um die Liebe seiner Frau kämpft und dabei ist alles zu verlieren, sogar den Verstand. Pressestimmen (zu "Dritte Haut") : Spannend, bewegend und wahrhaftig. (Jens Poggenpohl Chefredak. d. Zeitschrift "Bücher") Sommer beweist, wie man literarisch anspruchsvoll schreiben kann und zugleich packend. (Stefan Sprang, HR1)



Tobias Sommer wurde 1978 geboren und lebt mit seiner Familie in Schleswig-Holstein. Er veröffentlichte zahlreiche Erzählungen und Gedichte in Anthologien und Einzelpublikationen. Seine Lyrik und Prosa wurde mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Sein Debütroman "Dritte Haut" (2011) überzeugte sofort und wurde mit großer Begeisterung und Faszination von den Lesern und der Presse angenommen. Im Herbst 2012 erschien sein zweiter Roman »Edens Garten«, für den er den Literaturförderpreis der Stadt Hamburg erhielt.


 
 


 
Uwe Kolbe

"Die Lüge"

Dies ist die Geschichte einer maßlosen und erschreckenden Verstrickung:
Ein Vater, der freiwillig aus dem Westen kam, um dem Land seiner Hoffnungen zu dienen.
Ein Sohn, der als Komponist die Sounds seiner Generation sammelt und sich zugleich mit der Zensur arrangiert.
Als der Sohn Karriere macht, steht der Vater plötzlich vor der Tür. Sie beginnen einander zu umkreisen in ihrem Haus wahrer Lügen.
Nur langsam ahnt man, welchen Kampf sie miteinander führen. Und dass er länger als lebenslang dauern wird.
Uwe Kolbes Roman vom Verrat am eigenen Leben ist auch eine Absage an die Gleichgültigkeit, ob im Alltag einer Diktatur oder anderswo.




Uwe Kolbe, 1957 in Ostberlin geboren, übersiedelte 1988 nach Hamburg, wo er heute, nach Jahren in Tübingen und Berlin, wieder lebt. 1997 bis 2003 war er Leiter des Studios Literatur und Theater der Universität Tübingen. Seit 2007 war er mehrfach als »poet in residence« in den USA. Für seine Arbeiten wurde er mit über 10 Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet, u.a. mit dem Stipendium der Villa Massimo, dem Preis der Literaturhäuser und zuletzt mit dem Heinrich-Mann-Preis und dem Lyrikpreis Meran.


 
 


 
Jo Berlien

"Männer auf verlorenem Posten"

Der Vater Schiffskoch, die Mutter Wirtin, das Wohnzimmer ein Siebzigerjahre-Gasthaus mit 200 Plätzen plus großzügig weitschweifigem Tresen. Jo Berlien bezeichnet sich als Kneipenkind. Kein Familienidyll, nicht die übliche Dorfenge, obschon der Schiffskoch, ähnlich wie Fitzcarraldo/Kinski mitten im Wald vor Anker gegangen war. Alle relevanten Neurosen, Sehnsüchte, Mordgelüste wurzeln in der Kindheit, und das Personal dieser Zeit verfolgt uns bis heute: Die Onkel und Tanten, die uns in Abwesenheit der Eltern freien Zugang zu Spirituosen gewährten sowie die Garde von TV-Lehrmeistern in puncto Mut, Humor, Stil und Coolness (Dr. Kimble und Theo Kojak, Tony Curtis und Roger Moore, Karl Malden und Michael Douglas.) Jo Berlien schreibt Männergeschichten für Frauen und Männer. Seine Erzählungen, gebündelt in dem Titel "Männer auf verlorenem Posten", sind die Geister der Vergangenheit gegenwärtig: Reinhard Rollenkopf, das dicke böse Kind, das sich in einem unauffälligen Versicherungsmakler versteckt hält und getötet werden muss, dass es endlich Ruhe gibt.


Bill Haley, der schweigsame Junge vom Dorf, der an den Wochenenden kellnert, um an die Frauen heranzukommen. Unterhosen-Paul, der, weil es ihm jetzt reicht, die Volksbank überfällt. Bondincus, der Outlaw, der dem Stromzählerableser eine Lektion erteilt und Buße tut für weit Schlimmeres. Jo Berliens Storys sind lakonisch, bisweilen sardonisch erzählt, ein eingängiger Sound treibt die Geschichten voran, man liest sich fest, braucht zwischendurch dringend eine Pause, um gleich danach weiterzulesen. Jo Berlien lebt als freier Autor und Redakteur im Schwarzwald und in Straßburg und arbeitet als Redenschreiber und Ghostwriter für Unternehmen und für die Politik in Berlin und Brüssel. Sein Band mit Kurzgeschichten erscheint 2015, für seine Kurzgeschichte Bondincus erhielt er 2012 den Literaturförderpreis der Stadt Hamburg.

 


 
Till Raether

"Treibland"

Im Hamburger Hafen läuft das Kreuzfahrtschiff
«Große Freiheit» ein.

An Bord: ein toter Passagier - verstorben an einem geheimnisvollen Virus. Bald herrscht Ausnahmezustand in der Stadt.
Kriminalkommissar Adam Danowski, der eigentlich am liebsten am Schreibtisch ermittelt, wird an Bord beordert.
Er kommt einem Komplott auf die Spur, das noch viele Tote mehr zu fordern droht.
Doch das unter Quarantäne gestellte «Pestschiff» darf keiner verlassen und Danowskis Gegner sorgen mit aller Macht dafür, dass dies so bleibt ...




Till Raether, geboren 1969 in Koblenz,
arbeitet als freier Journalist in Hamburg,
unter anderem für Brigitte und das SZ-Magazin.

Er wuchs auf in Berlin, besuchte die Deutsche Journalistenschule in München, studierte Amerikanistik und Geschichte in Berlin und New Orleans und war bis 2005 stellvertretender Chefredakteur von Brigitte.
Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

 
 


 
Alexander Posch

"Sie nennen es Nichtstun"

Draußen vor der Stadt geht das Leben seinen ruhigen Gang - außer man ist "Herr über drei Kinder", wie Alexander Poschs namenloser Protagonist. Seine Frau verdient das Geld, während er im Hamburger Vorort Kastanientiere bastelt, tote Amseln entsorgt und Fluchtversuche aus einem ausgefransten Dasein startet. Immer begleitet von der großen Sinnfrage: War es das jetzt? Täglich findet der geforderte Familienvater neue, skurrile Strategien, um dem Inferno die Stirn zu bieten - nicht umsonst steht "Weitermachen" auf seinem Schlaf-T-Shirt. Mit Lakonie und Witz beschreibt Alexander Posch das bohrende Gefühl verpasster Chancen und die große Sehnsucht nach einem anderen Leben. Ein literarischer Lesespaß par excellence !



"Den Wahnsinn des Lebens eines Vaters am Rande von allem - Stadt, Gesellschaft, Nervenzusammenbruch - hat noch niemand so literarisch gekonnt und herzzerreißend komisch beschrieben." Jakob Hein "Ich lese und lese und kriege das Grinsen nicht aus dem Gesicht. Wenn so das Leben als Hausmann ist, will ich auch einer werden." Tino Hanekamp Alexander Posch wurde 1968 in Hamburg geboren. Nach Reisen durch Australien und die GUS war er u. a. Ural-Motorräder-Importeur, Room-Service-Kraft eines 4-Sterne-Hotels und Geschichtsstudent. Seit 1996 ist A. Posch als Literaturveranstalter und Autor in Hamburg aktiv. Er war Teil des Machtclubs, deren Literaturveranstaltungen bundesweit Aufmerksamkeit erregten und organisierte die Schischischo und die Liv-Ullmann-Show.

 
 


 
Burkhard Spinnen

"Zacharias Katz"

Sommer 1914. Den jungen Deutschamerikaner Zacharias hat es auf die Präsident verschlagen, ein kleines deutsches Passagierschiff, das in der Karibik Reisende für die großen Ozeandampfer aufsammelt. Zacharias ist auf der Flucht, wovor genau, das weiß er nicht; vielleicht vor Gangstern aus New York, vielleicht vor seiner unentschiedenen Lebensgeschichte. Bislang war er Journalist ohne Leidenschaft und Textdichter ohne poetische Ader. An Bord der Präsident schreibt Zacharias auf, was ihm die Passagiere aus Deutschland erzählen. Es sind Geschichten vom Selbstzweifel, vom Verlust der Identität, Episoden aus einer Gesellschaft, die sich auflöst, weil sie nicht mehr an sich glaubt. Als in Europa der Krieg ausbricht, erreicht er auch die Präsident. Sie wird zuerst zum Flüchtlingsschiff, dann zum Hilfskreuzer, mit dem ihr Kapitän auf Kaperfahrt geht. Zacharias müsste entscheiden, wo er stehen und wer er sein will. Doch gerade weil er das nicht tut, zieht es ihn immer tiefer in den Krieg hinein.



Burkhard Spinnen hat eine Parabel auf die Brüchigkeit geordneter Verhältnisse geschrieben. Was 1914 geschah, als das Jahrhundert in den Krieg stürzte, kann immer wieder passieren. Und gerade die, die sich am liebsten heraushalten würden, sind besonders anfällig. Burkhard Spinnen, geboren 1956, war nach seiner Promotion am Germanistischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster tätig. Es folgten Gastdozenturen und Seminare u.a. am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Seit 1996 lebt er als freier, vielfach ausgezeichneter Autor in Münster. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne. Für seine Arbeiten erhielt er bisher schon 12 Literaturpreisen und Stipendien. Seit 2008 ist er Vorsitzender der Jury des Klagenfurter Ingeborg-Bachmann-Preises.

 
 


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