Literatur Podium Bergedorf

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Rückblick LESUNGEN 2016


 
Axel Petermann

"Der Profiler"

Axel Petermann, Jahrgang 1952, ist seit 1975 Angehöriger der Kriminalpolizei in Bremen. Er war Leiter der Mordkommission und stellvertretender Leiter im Kommissariat für Gewaltverbrechen. Schon bis 1999 bearbeitete er mehr als 1000 Fälle des unnatürlichen Todes bzw. leitete die Ermittlungen bei Tötungsdelikten. Ab 1999 setzte er sich mit den FBI-Methoden des Profilings kritisch auseinander und begann mit dem Aufbau der Dienststelle „Operative Fallanalyse“. Gemeinsam mit seinen Kollegen etablierte er die Methoden des Profiling in Deutschland. Petermann fungiert zudem als ständiger Berater des Bremer Tatort; vier seiner Fälle wurden für die ARD verfilmt.
Seit seiner Pensionierung im Herbst 2014 widmet sich Petermann im Auftrag der Hinterbliebenen auch weiterhin und pro bono der Aufklärung von ungelösten Mord- und Todesfällen und lehrt seit vielen Jahren als Dozent für Kriminalistik an der Hochschule für Öffentliche Verwaltung. Seine bisherigen Bücher »Auf der Spur des Bösen« und »Im Angesicht des Bösen« wurden beide Bestseller.



Im August 1995 wurde die erst 19-jährige Heike Rimbach in ihrem Elternhaus im Harz ermordet. Obwohl der Fall immer wieder durch die Medien ging, ist der Täter bis heute, auch 20 Jahre nach dem tragischen Tod der jungen Frau, noch nicht gefasst. In seinem neuen Buch »Der Profiler« beschreibt Axel Petermann nicht nur dem Rimbach-Fall, sondern auch weitere spektakuläre Kriminalfälle, die er im Laufe seiner über 40-jährigen Karriere erlebt hat. Er gewährt einen ungeschönten Einblick in die kriminalistische Arbeit bei Tötungsdelikten, die immer wieder durch Leichenhallen, Sektionssäle und auch Schlachthäuser führt. Petermann zeigt, wie er im Zusammenspiel von Fakten und Beweisen, von Theorien und Studien, von Aussagen und Expertenmeinungen eine Ermittlungsstrategie entwirft und was aus den Spuren eines Tatorts abgelesen werden kann, um so ein genaues Täterprofil zu erstellen. In »Der Profiler« nimmt Petermann den Leser mit in seine persönliche Gefühls- und Gedankenwelt und lässt ihn auf diese Weise selbst zum Profiler werden.
 
 




 
Jan Schröter

"Kurz... und gut !"

Haben Sie Feinde? Es gibt mehr davon, als man denkt... Die nette, alte Dame mit dem Hüftleiden.
Der joviale Geschäftsmann mit dem Heimwerkerfimmel. Der Charmeur mit der Schampusflasche. Mord ist eher selten Profisache, aber darum nicht weniger tödlich. Und selten vorhersehbar. Oft genug nicht einmal für den Täter. So schwankt der Leser bei den „75 morddeutschen Geschichten“ beständig in seiner Sympathie mal für das Opfer, mal für den Täter, leidet hier, lacht dort und fragt sich mehr als einmal, wie leicht man wohl selbst in so eine Geschichte verstrickt werden könnte – auf dem Segeltörn, im Beruf, im Sog des alltäglichen Nachbarschafts-Tratsches…
Jan Schröter – erfahrener Krimi-Autor und Verfasser zahlreicher Drehbücher (u.a. für die NDR-Kultserie „Großstadtrevier“ und die legendäre ZDF-Produktion „Traumschiff“) – erzählt, was einem alles seitens der lieben Mitmenschen „nur mal kurz“ widerfahren kann. Ob im Büro, in der Ehe oder im Urlaub: „…schon ist es vorbei“ mit dem Leben.



Pressestimmen zu „Nur mal kurz… schon ist es vorbei“

„Hübsch kurzweilige Unterhaltung, die perfekt zwischen zwei S-Bahn-Stationen passt.“
(Hamburger Morgenpost)

„Jan Schröter erzeugt in seinen Geschichten eine atemlose, die Handlung vorwärts treibende Spannung…“
(Weserkurier)

„…wirklich schnelle, auf den Punkt gebrachte Kürzestkrimis von Jan Schröter, denen man anmerkt, dass der Mann als TV-Drehbuchautor gewohnt ist, ohne lange Umschweife Spannungsbögen aufzubauen… Unterhaltung auf gleichbleibend hohem Niveau – diesen Autor wird man sich merken müssen!“
(www.krimi-forum.de)

 
 




 
Karen Köhler

"Wir haben Raketen geangelt"

Es gibt diesen Moment, in dem das eigene Universum zerbricht und weit und breit kein neues in Sicht ist.
Über diesen Moment und über das Danach schreibt Karen Köhler in ihren rauschhaften Erzählungen – bildintensiv, zupackend und lakonisch. Eine junge Frau sitzt mittellos und dehydriert vor einer Tankstelle im Death Valley. Als plötzlich ein Indianer vor ihr steht und ihr das Leben retten will, glaubt sie zu phantasieren.

Doch schon bald teilen sie sich einen Doppelwhopper, gehen gemeinsam ins Casino und stranden schließlich in einem dieser schäbigen Motels, die es eigentlich nur im Film gibt. Voller fröhlicher Melancholie und dramatischer Leichtigkeit:

Karen Köhlers Erzählungen führen von der westeuropäischen Zivilisation bis in die Wüste und die Wildnis Sibiriens. Sei es die Krebspatientin, die in einem Krankenhaus liegt und einen kubanischen Commandante zum Gefährten hat, oder die Animateurin, die sich auf einem Kreuzfahrtschiff vor ihrem eigenen Leben versteckt: Diese Figuren sind Meisterinnen im Überleben.



Karen Köhler, in Hamburg geb., wollte Kosmonautin werden, hat Fallschirmspringen gelernt, dann aber doch ein Schauspiel-Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Bern absolviert.
Es folgten Festengagements an verschiedenen Theatern im deutschsprachigen Raum. Seit 2008 lebt sie wieder in Hamburg, schreibt Theaterstücke und Prosa und arbeitet als Illustratorin. Seit 2013 ist sie Hausautorin der Kinder- und Jugendtheatersparte am Nationaltheater Weimar. Ihr Theaterstück „Pornorama.
Ein Männermärchen“ wurde vom Österreichischen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur ausgezeichnet. Weitere Auszeichnungen waren der Hamburger Literaturförderpreis 2011, der Otfried-Preußler-Kinderstückepreis für „Ramayana.
Ein Heldenversuch“ (2013), der Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg 2014 sowie 2015 der Rauriser Literaturpreis und der Schubart-Literaturförderpreis.)

 
 




 
André Kubiczek

"Skizze eines Sommers"

1985, Potsdam, große Ferien. Doch der sechzehnjährige René bleibt dieses Jahr zu Hause.
Die Mutter ist tot, der Vater in der Schweiz; er lässt René tausend Mark da, die er brüderlich mit seinen Freunden Dirk, Michael und Mario teilt. Dies ist, und das spüren sie alle vier, ein Sommer, wie es ihn nie wieder geben wird für sie. Die Jungs streifen durch die heiße, urlaubsleere Stadt und sitzen in Cafés herum, während sie darum wetteifern, besonders geistreich zu sein. Und: Sie gehen zweimal pro Woche in die Disko. Denn bei allem abgeklärten Gehabe geht es doch vor allem darum, das richtige Mädchen zu finden.
Während Dirk und Michael um die forsche Rebecca buhlen und der Halb-Libanese Mario, der erst vierzehneinhalb ist, mächtig Schlag bei den Frauen hat, brennt René darauf, das Mädchen wiederzusehen, das im «Orion» noch nie zur falschen Musik getanzt hat. «Skizze eines Sommers» ist ein warmherziger, leichter Roman über die beste aller Zeiten, die Jugend mit ihrer schönen Tragik – die erste Liebe, die Freundschaft, die für immer prägende Musik, die Bücher, die man immer und immer wieder liest. André Kubiczek erzählt wunderbar einfühlsam und hintergründig von einem Lebensalter, das trotz Unsicherheit von unendlichem Selbstbewusstsein und Vertrauen geprägt ist.



André Kubiczek, 1969 in Potsdam geboren, lebt als freier Schriftsteller in Berlin.
2002 erschien sein hochgelobter Roman «Junge Talente»,
2003 «Die Guten und die Bösen», über den die «Süddeutsche Zeitung» schrieb: «Kubiczeks zweiter Roman übertrifft den ersten noch an Witz und Einfallsreichtum: grell, spannend, böse.»

Es folgten «Oben leuchten die Sterne»,

«Kopf unter Wasser» und «Der Genosse, die Prinzessin und ihr lieber Herr Sohn».

2007 wurde André Kubiczek mit dem Candide-Preis ausgezeichnet.

Zuletzt erschien «Das fabelhafte Jahr der Anarchie» (2014).

 
 




 
Marek Erhardt

"Undercover"

Sie sind die Männer im Schatten, niemand kommt dichter ans Verbrechen heran.

Eigentlich wollte sich der Autor bei den Zivilfahndern in Billstedt nur auf eine Rolle vorbereiten.

Doch dann begleitete er sie 2 Jahre lang - in einem der härtesten Viertel Deutschlands.

Er blickte in die dunkelsten Winkel unserer Gesellschaft, in die Welt von Drogendealern, Jugendgangs, Mördern.













M. Erhardt, 1969 geb., ist als Schauspieler in unzähligen Kino-, TV- und Theater-Produktionen zu sehen.

Für den Fernsehfilm „Der rote Vogel" bekam er 1994 einen Telestar verliehen. Außerdem kennt man ihn als Synchronsprecher und Moderator.

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wählte ihn die FIFA zum besten Stadionsprecher der WM.


 
 




 
Rainer Schmidt

"Legal High"

Deutschland 2018. Die Kanzlerin versteht die Welt nicht mehr: Plötzlich wird sie von allen Seiten bedrängt, Cannabis endlich zu legalisieren. Die Krankenkassen wollen damit Kosten für Medikamente sparen, Bauern und Wirtschaft wittern ein Milliardengeschäft, selbst die Kirche fordert eine Freigabe. Als die Kanzlerin die Legalisierung fürs nächste Jahr andeutet, beginnt in der Republik ein grüner Goldrausch. Die Gier macht aus Drogengegnern enthusiastische Cannabis- Befürworter. Nur der Dude ist deprimiert. Er sitzt im Gefängnis, weil er einst das beste Gras der Republik hergestellt hat – leider illegal. Frustriert sieht er, wie sich vor allem der Chemiegigant Meduk und der Energy-Drink-Hersteller Black Devil mit ihren Cannabis Produkten in Stellung bringen. Und auch die Motive der Kanzlerin scheinen nicht ganz selbstlos. Schnell wird klar:
Das Rennen macht, wer den besten Stoff anbietet. Plötzlich kämpfen alle um sein legendäres Gras – und der Dude wird zum Spielball im großen Cannabis- Krimi. «Legal High» ist eine beißende Gesellschaftssatire über die Gier und Doppelmoral auf unseren Fluren der Macht – lustig, spannend und erschreckend realistisch.



Rainer Schmidt, geboren 1964 in Düsseldorf, ist Journalist und Schriftsteller.
Er hat als Redakteur beim BBC World Service gearbeitet, für das «Zeit-Magazin», «Spiegel- Reporter» und «Vanity Fair».

Bis 2012 war er Chefredakteur des «Rolling Stone». 2008 erschien «Wie lange noch», 2009 «Liebestänze ».

Sein letzter Roman – «Die Cannabis GmbH» (2014) – wurde viel gelobt, Nico Hofmann hat die Filmrechte für die UFA Fiction erworben. Rainer Schmidt lebt in Berlin.



 
 




 
Catharina Junk

"Auf Null"

Gesund – aber nicht geheilt. Das ist Ninas Diagnose nach überstandener Leukämie.

Für die Zwanzigjährige klingt das wie: Freu dich bloß nicht zu früh. Ohnehin hat die Krankheit alles verändert. Mit ihrer besten Freundin Bahar ist sie zerstritten, ihr Bruder ist streng gläubig geworden, und Nina würde eher einem Hütchenspieler vertrauen als ihrem eigenen Körper.
Dann lernt Nina Erik kennen und ist schneller in ihn verliebt, als ihre Angst vor einem Rückfall erlaubt. Aber wie soll man sich verlieben, wenn einem der Mut zum Leben fehlt?

Schweres Thema, sehr humorvoll aufgearbeitet!

Die Autorin gibt ihrer Heldin eine Stimme, die berührt.
Hinter einer direkten, an Pointen reichen, ironisch bis sarkastischen Oberfläche kommt die ganze Unsicherheit und Verletzlichkeit zum Ausdruck, mit der Nina Schritt für Schritt ins Leben zurückkehrt.

Mitreißend und lebensbejahend, zeitgemäß und erfrischend.

Catharina Junk, 1973 in Bremen geboren, studierte Deutsche Sprache und Literatur, Psychologie und Volkskunde an der Universität Hamburg (M.A.), arbeitete mehrere Jahre als Redakteurin für Fernsehserien und Reihen beim NDR und ist seit 2008 selbständige Drehbuchautorin für Film und Fernsehen.

"Auf Null" ist ihr erster Roman.
2014 erhielt Catharina Junk für eine frühe Fassung von "Auf Null" den Hamburger Förderpreis für Literatur.
Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Hamburg.



 
 




 
Jobst Schlennstedt

"Hanseterror"

In Lübeck kommen die wichtigsten Außenminister der Welt zum G7-Gipfel zusammen. Mehr als dreitausend Polizisten verwandeln die Stadt in eine Hochsicherheitszone. Ausgerechnet an diesem Tag wird ein bekannter Unternehmer entführt.

Als Kriminalhauptkommissar Birger Andresen in eine Geiselnahme mitten in der Innenstadt verwickelt wird, droht die Situation zu eskalieren: Der Terror hat in der altehrwürdigen Hansestadt Einzug gehalten...

Eine vierte Generation der RAF verbreitet linken Terror Kommissar Birger Andresen muss in »#hanseterror« seine ganze Klasse aufbringen, um die Situation rund um eine Entführung und einen Banküberfall zu entschärfen. Außerdem findet gerade der G7-Gipfel in Lübeck statt – die Stadt befindet sich in einem Ausnahmezustand. Mitten in der Altstadt, zwischen dem Europäischen Hansemuseum und dem »Niederegger Café« beginnt für die Polizei ein Wettlauf mit der Zeit, denn die Spuren weisen auf Aktivitäten einer linken Terrorzelle hin.



Autor Jobst Schlennstedt erzählt in rasantem Tempo die Geschichte einer fiktiven vierten Generation der RAF. Detailreich und überzeugend beschreibt der Autor den brisante Situation in Lübeck und das ausbrechende Ermittlungschaos im Zuge der Ereignisse. Unterfüttert wird der Plot mit realen Hintergründen zur RAF.
Jobst Schlennstedt zeigt in seinem siebten Kriminalroman um Kommissar Andresen wieder einmal sein Talent für eine spannende und rasante Kriminalhandlung.

Jobst Schlennstedt, 1976 in Herford geboren und dort aufgewachsen, studierte Geografie an der Universität Bayreuth. Seit Anfang 2004 lebt er in Lübeck.
Im Emons Verlag sind mittlerweile zwölf Krimis von ihm erschienen. Hauptberuflich ist er Geschäftsführer eines Lübecker Beratungsunternehmens.



 
 



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